Emotionsfokussierte Therapie

Im Gegensatz zu den klassischen verhaltenstherapeutischen Techniken, die durch Verhaltensänderungen auch eine emotionale Veränderung versucht zu bewirken, gilt es im Rahmen der emotionsfokussierten Therapie durch die direkte Arbeit an den Emotionen auch Verhaltensänderungen zu ermöglichen. Emotionsfokussierten Arbeit ist deswegen nicht zuletzt immer dann angebracht und sinnvoll, wenn innerhalb der Therapie „Blockaden“ im therapeutischen Prozess auftreten.

Emotionsfokussierende Techniken helfen daher besonders bei Problemen, die Sie zwar theoretisch erkannt haben und rational auch nachvollziehen können aber es Ihnen schwer fällt, anders zu fühlen. Einen typischen Satz hierfür: „Ich verstehe ja, was Sie meinen aber ich fühle das nicht.“

So können z.B. Schuldgefühle immer bei Kritik auftreten, obwohl die Schuldgefühle überhaupt nicht angemessen oder notwendig sind, da es sich z. B. um eine übliche Besprechung aus dem Berufsalltag handelt.

Meist sind das Gefühle aus der Vergangenheit, die sich in sogenannten " automatischen Schemata" verfestigt haben und daher unveränderbar erscheinen. Diese Gefühle zeigen sich häufig auch in körperlichen Empfindungen: „Mir bleibt dann die Luft weg, so groß ist der Druck auf der Brust.“