SUPERVISION

Supervision ist ein wichtiger Bestandteil der Therapieausbildung und gesetzlich verpflichtend für Aus- und WeiterbildungsteilnehmerInnen von Therapieausbildungen.

Vom jeweiligen Bundesland werden Supervisoren anerkannt, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Im Rahmen der beruflichen Ausbildung und Tätigkeit dient dieses Instrument zur qualifizierten und konstruktiven Bewältigung beruflicher Fragestellungen. Dabei können unter der Anleitung, z.B. Probleme, Konflikte, Arbeitsbedingungen, Perspektivenfindung, Effizienz- und Kompetenzsteigerung, Veränderungsprozesse oder der Umgang mit KlientInnen / PatientInnen Reflexionsthemen sein.

Gegenstand von Supervision kann aber auch die Reflexion von Arbeitsprozessen, beruflichem Handeln und Interaktionen mit KollegInnen / Vorgesetzten mit dem Ziel einer besseren Professionalisierung sein.

Somit ist Supervision auch als ein Instrument der Qualitätssicherung anzusehen, welches die Verbesserung des Arbeitsklimas, die Förderung von Ressourcen, die Bewältigung von schwierigen beruflichen Situationen, die Erarbeitung von beruflichen Zielen oder auch die Verbesserung der sozialen Kompetenz als Ziel hat.

Das Supervisionsangebot richtet sich sowohl an alle niedergelassenen oder angestellten psychologischen oder ärztlichen Psychotherapeuten als auch an alle Diplompsychologen und ärztlichen Kollegen, die sich in der Verhaltenstherapie-Ausbildung befinden. Die Arbeitsschwerpunkte für die Supervision sind: Fragen der Diagnostik, Fallbesprechung, Gesprächsführung, Beziehungsgestaltung zwischen TherapeutIn und KlientIn, Elemente der kognitiven Verhaltenstherapie, emotionsfokussierten Therapie sowie der Hypnotherapie nach Milton Erickson.

Desweiteren biete ich Unterstützung bei Team-Entwicklung, Begleitung in Veränderungsphasen, Spannungsfelder in Institutionen sowie dem persönlichen Umgang mit Belastungen an.

Mögliche Ziele der Supervision:

  • persönliche und therapeutische Ressourcen zu mobilisieren und die eigenen Fähigkeiten und Strategien individuell an den/die PatientIn anzupassen,
  • mit KlientInnenverhalten hilfreicher umzugehen,
  • Beobachtung sowie Analyse von günstigen Therapieverläufen oder Therapieabbrüchen und ausschlaggebenden Bedingungsfaktoren und Prädiktoren (z.B. Diagnose, qualitätsrelevante Gründe, Therapiemotivation, Erwartungshaltung, Therapiekonzept)
  • Interaktionsmuster und Rollenverhalten in der Therapie zu analysieren,
  • die Zielorientierung zu reflektieren,
  • die persönliche Arbeitszufriedenheit zu steigern,
  • den Fokus auf bisherige und zukünftige Arbeitsschritte zu lenken, Therapieplanung anzuleiten
  • Elemente der Gesprächsführung zu verbessern,
  • Sorgen, Ängste, Befürchtungen im Hinblick auf die Therapie zu bearbeiten,

  • berufsethische Grundsätze, welche für die jeweilige Therapie besonders wichtig sind, nicht aus den Augen zu verlieren,
  • eigene Meinungen, Wertvorstellungen, die in der Zusammenarbeit ausgelöst werden zu beleuchten,
  • eigene Fähigkeiten und Fertigkeiten wahrzunehmen und gezielt einzusetzen,
  • Schwierige (Therapie-)Situationen / Probleme, die in der Therapie auftreten, zu bearbeiten,
  • die eigene Psychohygiene zu stärken und sich vor einem Burnout-Syndrom zu schützen.