Kursankündigung Kognitive Techniken

Inhaltsangabe
Die Art und Weise, wie wir denken, bestimmt, wie wir uns fühlen und verhalten und wie wir körperlich reagieren.
Auf dieser Grundannahme basieren die wohl bekanntesten kognitiven Therapieansätze von Beck (2001), Ellis (2004) und Meichenbaum (1995). Diese unterscheiden sich zwar in ihren theoretischen Grundlagen, jedoch ist das praktische therapeutische Vorgehen aller drei Ansätze sehr ähnlich. Im Vordergrund der kognitiven Therapie steht die aktive Gestaltung des Wahrnehmungsprozesses des Patienten. Nicht die objektive Realität, sondern die subjektive Sicht der Dinge, also die Wahrnehmungsselektion und die Wahrnehmungsbewertung, sind entscheidend für das Verhalten. Diese gilt es im Rahmen einer kognitiven Umstrukturierung zu modifizieren.
Anhand des praktisch orientierten Kurses sollen therapeutische Fertigkeiten erworben werden. Neben einer kurzen Einführung in die theoretischen Hintergründe der kognitiven Therapie, steht vor allem das konkrete therapeutische Vorgehen im Vordergrund.

Methoden
Theorievermittlung mittels Referat und Folien, Fallbeispiele der Referentin mit Video, Darstellen von Therapiestrategien, Einüben therapeutischer Fertigkeiten, Kleingruppenarbeit, Analysen eigener patientenbezogener Erfahrungen der Teilnehmer, Handouts.

Ziel
Ziel des Seminars ist der Erwerb therapeutischer Fertigkeiten im Bereich der kognitiven Techniken.

Zielgruppe
Der Kurs richtet sich an alle Psychotherapeuten, die über wenig bis ausreichende Kenntnisse in den Grundlagen der Verhaltenstherapie verfügen.

Literatur
• B. Wilken: Methoden der kognitiven Umstrukturierung. Ein Leitfaden für die psychotherapeutische Praxis. Kohlhammer 2006
• A. T. Beck, Rush, Shaw & Emery: Kognitive Therapie der Depression, Beltz 2001
• A. Ellis & B. Hoellen: Die Rational-Emotive Verhaltenstherapie. Reflexionen und Neubestimmungen. Klett-Cotta 2004
• D. W. Meichenbaum: Kognitive Verhaltensmodifikation. Beltz PVU 1995